Die gute Stube Limburgs verschönern

Die Limburger Innenstadt steht wegen Corona vor großen Herausforderungen. Die Möglichkeiten der Stadt und des Bürgermeisters sind begrenzt. Das soll jedoch kein Grund sein, sich nur auf Kreis und Land zu verlassen. Wenn es nach Dr. Marius Hahn geht, soll eine Aufwertung des Neumarkts dazu beitragen, die Innenstadt wieder zu füllen. Die gute Stube Limburgs soll ihre Bäume dabei behalten. “Wenn das Leben in die Stadt zurückkehrt, sollte der Neumarkt als der zentrale Platz in unserer schönen Innenstadt zum Verweilen einladen” schaut Marius Hahn in die Zukunft nach Corona.

Visualisierung Jana Philippi

Gerade die Pandemie mit den zahlreichen Lockdowns hat gezeigt, wie wichtig ein attraktives öffentliches Umfeld und der Bummel durch die Stadt sind. Schnelle Abhilfe können flexibel einsetzbare Elemente bringen, die bei Bedarf verschoben oder abgebaut werden können. Solche Elemente sind rasch zu beschaffen und ermöglichen eine zeitnahe Aufwertung des Platzes, ohne bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen. Außerdem können sie für größere Veranstaltungen entfernt werden. „Es braucht auch nicht immer Millionenbeträge, um Verbesserungen zu erreichen,“ ist sich Hahn sicher.

Ergänzt werden können die einzelnen Sitzelemente durch Hochbeete um die Platanen herum und eine kleine, portable Bühne. Der Neumarkt könnte mit diesen maßvollen Veränderungen ein neues Gesicht erhalten, ohne in den Baumbestand eingreifen zu müssen. „Dies ergänzt um ein paar schöne Spielgeräte für Kinder und einem ausgeweiteten gastronomischen Angebot, und schon hat man mit vergleichsweise wenig Aufwand viel erreicht“, zeigt sich Hahn überzeugt.

Insbesondere die Atmosphäre am Wochenmarkt samstags zeige ja, dass die Menschen diesen zentralen Ort suchen und gerne dort verweilen wollen. In Mainz erfreut sich das Marktfrühstück seit 2019 größter Beliebtheit und hat vor Corona jede Woche zahlreiche Menschen für den Wochenmarkt begeistert. „Weck, Worscht und Wein geht nicht nur in der Domstadt Mainz, sondern auch in Limburg, zumal wir den schöneren Dom haben und damit auch ein entsprechender Tourismusmagnet sind“, betont Hahn.

Hahn bekräftigt, dass Limburg in den nächsten Jahren viel Geld für die Bekämpfung der Corona-Folgen investieren müsse. Ob die bauliche Neugestaltung, die auch einige Zeit in Anspruch nehmen würde und mit Einschränkungen für den Einzelhandel einher gehen würde, in dieser Zeit das Richtige sei, bezweifelt er. „Die zahlreichen Unterschriften, die für den Erhalt der Bäume auf dem Neumarkt gesammelt wurden, haben mir auch deutlich gezeigt, wie wichtig die alten Bäume den Limburgerinnen und Limburgern sind“, gibt Hahn zu.

Sollte die Umgestaltung des Neumarktes noch einmal auf der politischen Tagesordnung erscheinen, setze er sich für ein entsprechendes sogenanntes Vertreterbegehren ein. In einer Frage, die so wichtig ist, müssten die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben. Das habe er aus der Diskussion der letzten Jahre mitgenommen.

Und wenn der Platz den Bürgerinnen und Bürgern mit den flexiblen Maßnahmen, die die Platanen ja sogar noch besser betonten, den Menschen gefalle, umso besser. Nur einen Wunsch äußert Hahn noch abschließend: Eine größere, zeitgemäße behindertengerechte Toilette sollten wir uns trotz des knappen Budgets leisten.

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